Was ist Achtsamkeit?

Achtsamkeit als Seinszustand

Achtsamkeit hat historische Wurzeln in verschiedenen östlichen Meditations- und kontemplativen Traditionen. Heute wird sie in der klinischen Psychologie und Medizin auch unabhängig von religiösen oder weltanschaulichen Zusammenhängen vermittelt.

Eine häufig verwendete Definition stammt von Jon Kabat-Zinn, dem Begründer des Programms zur achtsamkeitsbasierten Stressreduktion (engl. “mindfulness based stress reduction“, kurz MBSR):

„Achtsamkeit ist das Gewahrsein, das entsteht, wenn wir unsere Aufmerksamkeit willentlich, auf eine bestimmte Weise – im gegenwärtigen Moment – und ohne zu bewerten auf das Erleben von Augenblick zu Augenblick richten.“ (frei nach Kabat-Zinn)

3 Aspekte sind dabei besonders wichtig:

  1. Bewusste Wahrnehmung: Wir richten unsere Aufmerksamkeit gezielt auf das, was gerade geschieht, statt automatisch abzudriften.
  2. Gegenwartsorientierung: Wir nehmen den aktuellen Moment wahr, ohne uns ausschließlich in vergangenen Ereignissen oder zukünftigen Sorgen zu verlieren.
  3. Eine offene und akzeptierende Haltung: Wir versuchen, Erfahrungen zunächst wahrzunehmen, ohne sie sofort als „gut“ oder „schlecht“ einzuordnen oder verändern zu müssen.

Achtsamkeit bedeutet dabei nicht, alles gutzuheißen. Sie schafft vielmehr einen bewussteren Umgang mit Gedanken, Gefühlen, Körperempfindungen und äußeren Situationen.

Meditation